Multikulturelles Eigentor
„Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht, hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.“ mehr
„Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch aus all der schönen Farbenpracht, hat er sich das Blau und Weiße ausgedacht.“ mehr
Von Tobias Prüwer
Die Leipziger AG SchwerPrekär lud 2007 zur Veranstaltungsreihe „‚Unterschichten‘ ‚Klassen‘ ‚Prekariat‘“. In Vorträgen wollten die Studierenden und Wissenschaftler ergründen, warum die Rede von der „neuen Unterschicht“ so rasch in Mode gekommen ist und was diese eigentlich sein soll. Um einige Beiträge erweitert, sind diese nun in einem Sammelband erschienen. Tobias Prüwer sprach mit Vertretern der AG. mehr
Bei der Schwimm-WM in Rom fallen die Rekorde wie reife Äpfel. Doch anstelle der Faszination steht die Debatte um die modernen Schwimmanzüge im Vordergrund.
mehr
Von Sean Collins
Nach nur sechs Monaten im Amt scheint sich für den US-Präsidenten Barack Obama die Zeit der Unantastbarkeit dem Ende zuzuneigen. US-amerikanische Beobachter beschreiben den Juli als Katastrophen-Monat für den neuen Präsidenten: Das Projekt der Gesundheitsreform droht, ins Stocken zu geraten, hinzu kommen seine harschen wie unbedachten Äußerungen zur Festnahme eines Harvard-Professor sowie erste zynische Kommentare zu Obamas Kleidungsstil. Auch seine Beliebtheitswerte nähern sich von ihren anfänglich geradezu astronomischen Höhen langsam einer realistischeren Einschätzung. Der Journalist Sean Collins beobachtet die US-amerikanische politische Szenerie von New York aus und argumentiert, dass der Lack zwar langsam beginnt abzublättern, dass aber Obamas nach wie vor große Beliebtheit eher ein anderes Problem offenbart: die niedrigen Erwartungen der amerikanischen Öffentlichkeit an die Politik nach dem Ende der Bush-Ära. mehr
Von Thomas Deichmann
Vergangenen Donnerstag (23.7.09) übte sich Greenpeace mal wieder als Besserwisser der Nation. mehr
Ende Mai schnitt die kanadische Generalgouverneurin Michaëlle Jean in der fernen nördlichen Provinz Nunavut einer gerade mit ihrer Beihilfe geschlachteten Robbe das Herz heraus und ließ es sich an Ort und Stelle vor der Kamera ungeniert roh schmecken. mehr
Von Mick Hume
Dem politischen Establishment in Großbritannien geht es ähnlich wie dem deutschen. Zwar hat die Labour-Regierung zusätzlich noch mit Skandalen zu tun sowie mit einer auch personellen Erosion ihrer Mannschaft – doch der eigentliche politische Skandal in beiden Ländern ist die Tatsache, dass sie von mehr oder minder unpolitischen Parteien regiert werden. Über die politische Situation auf der Insel und die Parallelen zu Deutschland. mehr
Gegenwärtig läuft in Europa eine Debatte über „invasive“ Tier- und Pflanzenarten, die schon EU-Projekte und letztlich auch einen Artikel von Josephina Maier in der Wochenzeitung Die Zeit hervorgebracht haben. mehr
Analyse von Peter Langelüddeke
„Unter Verdacht – Pflanzenschutzmittel „Roundup“ doch gesundheitsschädlich?“ - so kündigte das kritische Magazin „Kontraste“ (ARD-rbb)) einen Beitrag am 9. Juli an. Da fragte man sich unwillkürlich: Nanu, hat jemand dieses Produkt etwa als „nicht gesundheitsschädlich“ eingestuft? mehr
Von James Woudhuysen
Heute vor 40 Jahren betrat der erste Mensch den Mond. Das Ereignis, das damals Menschen in aller Welt begeisterte, wird heute vielfach skeptisch und als Ausdruck menschlichen Machbarkeitswahns und Größenwahns gewertet. mehr
Kommentar von Kai Rogusch
Der demokratische Geist ist aus der Flasche. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zum Lissabonner Vertrag lässt er sich nun nicht mehr einfangen. Doch auch die antidemokratischen Ungeister lassen sich nun deutlicher vernehmen. Manche sind offen chauvinistisch.
mehr
Von Brendan O’Neill
Wir sollen uns darüber freuen, dass es wieder mehr Frösche, Fische und Elefanten auf der Erde gibt. Das einzige Lebewesen, dessen Ausbreitung wir stoppen sollen, sind wir Menschen selbst. mehr
Soldaten leben gefährlich. Damit sie dies aber gesünder tun, soll die US-Armee künftig zu einer Armee der Nichtraucher werden. mehr
Von Thilo Spahl
Eine Firma mit Namen Escoffier verkauft mit werbender Hilfe eines Starkochs mit Namen Alfons Schuhbeck eine Dosensuppe, die eine Essensbeobachtertruppe mit Namen foodwatch als „Zusatzstoff-Cocktail zu horrenden Preisen“ bezeichnet. mehr
Seit Ende Juni kann man bei Tchibo T-Shirts und Stofftaschen nach eigenen Vorstellungen mit Motiven und Botschaften online gestalten und drucken lassen. Diesem Angebot konnte R.* nicht wiederstehen, und er gab sogleich eine bedruckte Tasche in Auftrag. mehr
Wollte jemand die Volkswirtschaftslehre zu Grabe tragen, so würde man ihn mit Recht für verrückt erklären. Die Gesetze dieser Disziplin behalten ihre Gültigkeit unabhängig davon, ob man sie nun mag oder verdammt. mehr
Der Finanzminister droht Banken mit Zwangsmaßnahmen, die politisch erwünschte Kredite in unzureichender Menge vergeben. Wer jetzt noch am Marsch in den autoritären Wirtschaftsstaat zweifelt, sollte seine Annahmen kritisch hinterfragen. mehr
Kommentar von Ludwig Lindner
Am 4. Juli 2009 erfolgte im Kernkraftwerk Krümmel eine Reaktorschnellabschaltung infolge eines Schadens an einem Transformator. Es trat keine Radioaktivität nach außen aus. Die Politik reagierte denoch alarmistisch. mehr
Im Kampf gegen Doping scheint mittlerweile fast jedes Mittel Recht zu sein: Seit Anfang des Jahres müssen Topathleten täglich für Dopingkontrollen zur Verfügung zu stehen und hierfür Zeiten für drei Monate im Voraus angeben. mehr
Von Nora S. Stampfl
Die breite Masse der Internetnutzer wird zum Dienstleister: ob einfache Aufgaben oder Spitzenforschung – für beinahe jedermann findet sich etwas zu tun. Unternehmen freuen sich über Kostenvorteile und flexibilisieren so ihre Produktionsabläufe. mehr
Von
Das Programm der diesjährigen Veranstaltung ist online. mehr
Kommentar von Kai Rogusch
Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Lissabonner Vertrag eröffnet ansatzweise Perspektiven zur Demokratisierung der Europapolitik. Die autoritäre Grundausrichtung der EU bleibt aber bestehen. mehr
Die politische Landschaft Europas ist in Bewegung geraten. Neben den bereits seit Längerem bestehenden Formationen wie den Freien Wählern sowie der kurzzeitig für Wirbel sorgenden EU-kritischen Libertas-Partei von Declan Ganley macht nun mit der Piratenpartei eine weitere „neue“ Gruppierung von sich reden. mehr
Von Lena Wilde
Moment.
Eine Sache ist nicht neu: Mit Medien wurde schon immer auch Geld verdient. Nicht nur, weil Produktionskosten wieder hereingeholt werden müssen, sondern auch, weil ein Medienunternehmer das Recht hat, sein unternehmerisches Risiko durch Gewinne auszugleichen. Soweit, so gut. mehr
Von Michael Bross
Gutmenschen in der westlichen Welt haben ein Problem: Sie erklären den Klimaschutz zu einem globalen Auftrag und begründen dies mit der Verantwortung aller Menschen für das gemeinsame Fortbestehen der Menschheit und die Zukunft der Erde. mehr
Entwurf einer transzendentalen Neudeutung der Welt in 50 Thesen mehr
Von Thilo Spahl
Der bayerische Gesundheitsminister Markus Söder betont, er sei aus ethischen Gründen gegen jede Vermarktung von Klonfleisch: „Wir wollen in Bayern kein Klonfleisch.“ Seine Partei- und Bundeskollegin Ilse Aigner sieht die Angelegenheit ebenfalls „aus ethischen Gründen“ sehr kritisch. mehr
Von Thomas Deichmann
Wissenschaftler bestreiten erneut die Gründe für das deutsche Anbauverbot für den gentechnisch veränderten Mais Mon810. Offenbar wurde der Erlass entgegen der Empfehlungen des zuständigen Bundesamtes durchgesetzt. mehr
Von Sabine Reul
Die Linke ist weniger Partei als vielmehr ein zunehmend spannungsgeladener Prozess. Sie zählt inzwischen von „Marx21“, der Faktion, in der sich die primär westdeutschen Trotzkisten vereinen, über die linksgewerkschaftliche „Sozialistische Linke“ und die „Emanzipatorische Linke“ um die stellvertretende Parteivorsitzende Katja Kipping bis zu den pragmatischen „Reformlinken“ zurzeit mindestens sieben Flügel, die zunehmend inkommensurable politische Strategien verfolgen und sich daher auch immer mehr in den Haaren liegen. mehr
Von
Vortrag und Debatte von und mit James Woudhuysen, Professor für Forecasting and Innovation an der Universität Leicester, Autor von "Energise! A future for energy innovation"
Donnerstag, 16. Juli, 19.30 Uhr
Romanfabrik (www.romanfabrik.de),
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt, Eintritt: 7.50 €
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. mehr
Von
Im Herbst 2009 wird Novo rundum modernisiert. Mit Ausgabe Novo102 (9–10 2009) werden sich das Magazin, die Website und der Verlag im neuen Corporate Design präsentieren. Wir haben außerdem eine ganze Reihe neuer Ideen entwickelt, um unser Zeitschriften- und Ideenprojekt voranzubringen.
Sehen Sie ein kurzes Video der Pilotveranstaltung zur Debattenserie von NovoArgumente: NovoDebatte Zeppelin University Mai09. mehr
Fast unbemerkt wurde in der letzten Woche das Grundrecht auf die Unverletzlichkeit der Wohnung – ein für die Bürger freiheitlich demokratischer Rechtsstaaten zentrales Freiheitsrecht (Art 13 GG) – auf den Müllhaufen der Geschichte gekippt. mehr
Von Thilo Spahl
Wer sich bei seinen Mitschülern, die alle schon sehnlichst auf die Sommerferien warten, beliebt machen will, sollte sich auf Flughäfen rumtreiben. Vielleicht erwischt er ja eine Prise H1N1, und schon bekommt die ganze Klasse eine Woche schulfrei. mehr
Kommentar von Kai Rogusch
In Deutschland hat die Bürokratisierung des Sterbeprozesses einen neuen Schub erhalten. Das neueste Gesetz zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen, das der Bundestag am 18. Juni erlassen hat, gibt zwar vor, die „Autonomie“ der Patienten zu sichern. Ein genauerer Blick in das Gesetz offenbart jedoch, dass diese „Autonomie“ im Ergebnis darauf hinausläuft, eine vorab verfügte Selbstaufgabe eines Patienten unumstößlich zu juridifizieren. Das gilt auch für den Fall, dass sich der Patient in einem Zustand auch nur vorübergehender Artikulationsunfähigkeit befindet. mehr
Die Forderung der iranischen Demonstranten nach Einhaltung demokratischer Standards bei Wahlen und nach einem Ende der jahrzehntelangen Repression ist absolut berechtigt, und ihr Mut ist bewundernswert. Wenn jedoch orientierungs- und ahnungslose westliche Politiker diese Forderungen aufgreifen und nutzen, um von außen Druck auf den Iran aufzubauen, so ist dies dummdreist und gefährlich. mehr
„Bildung statt Banken“ ist der Slogan, mit dem für den Uni-Streik geworben wurde. Es ist das gute Recht der Studenten zu streiken. Schließlich dürfen die meisten nur auf ein sehr minderwertiges Universitätserlebnis hoffen. Für viele reduziert sich das Studium auf das alleinige Ziel, einen „formellen Abschluss“ zu erreichen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Doch auffällig oft wird über die Strapazen und den Arbeitsaufwand eines Studiums geklagt. mehr
Als derzeit „Auslands-Deutscher“ (im Sabbatical an der University of Queensland in Bribsane in Australien) gewinnt man aus der Ferne einen besonderen Blick auf die deutschen Befindlichkeiten. Als ich den Spiegel-Artikel „Erfolg im Bionade-Biotop“ las (Nr.25, 25.6.09), in dem die EU-Wahlerfolge der Grünen im saturierten Wohlstandsmilieu der Bundesrepublik erfreulich süffisant geschildert wurden (hohes Einkommen, Bio-Futter, Edel-SUV), war mein erster Impuls: „In dieses Land willst Du nicht zurück!“ mehr
Kommentar von Frank Furedi
Weil sie nicht in der Lage waren, die Menschen für das Projekt Europa zu begeistern, bestand der Wahlkampf der europäischen Eliten hauptsächlich aus der Dämonisierung ihrer Gegner. Dies wird der europäischen Angstpolitik künftig noch weiteren Auftrieb geben. mehr
Kommentar von Matthias Heitmann
Nach der Europawahl machen die etablierten Parteien Politikverdrossene Nicht-Wähler für ihre schlechten Ergebnisse verantwortlich und wollen gar eine Wahlpflicht einführen. Ein absurdes Spektakel. mehr